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Um sein Eigentum gegen Einbrecher zu schützen, sollte besonders auf Türen besonders geachtet werden. Auf dem Markt gibt es jede Menge sogenannter Sicherheitstüren, allerdings sind lange nicht alle so sicher, wie sie es versprechen. Der Begriff „Sicherheitstür“ ist an sich nicht geschützt und außerdem auch in keinster Weise genormt. Nur weil „sicher“ drauf steht, ist noch lange nicht sicher drin. Es gibt allerdings ein einheitliches System, nach denen die Türen geprüft werden können, dabei wird jede Tür in eine von 6 Widerstandsklassen eingeordnet, die in der DIN-Norm V ENV 1627 klassifiziert werden.

Die WK1 ist die niedrigste Klasse, Türen in diesem Klasse verfügen über einen sehr geringen bis gar keinen Einbruchschutz, sie ist lediglich gegen das gewaltsame Öffnungen durch körperliche Gewalt abgesichert, was bedeutet, dass sie sich nicht einfach eintreten oder ausheben lässt. Türen der WK2 widerstehen auch einfachen Werkzeugen wie Schraubenzieher oder Keilen. Mit diesen Türen wird bereits ein mittelmäßiger Einbruchsschutz erreicht. Die WK3 ist die Klasse, über die Außentüren eigentlich verfügen sollten. Hier besteht auch ein Schutz gegen das Aufhebeln mit einem Stemmeisen. Für die meisten privaten Haushalte ist diese Widerstandsklasse mehr als ausreichend, da der Einbrecher ca. 5 Minuten benötigt, bis die Tür geöffnet werden kann (bei entsprechender Erfahrung des Täters). Türen der WK4 sind sogar immun gegen viele Elektrowerkzeuge wie zum Beispiel Bohrmaschine oder Stichsäge. Die Widerstandsklassen 5 und 6 bieten noch einen verbesserten Schutz gegen elektronische Hilfsmittel, sind aber für den privaten Bereich eigentlich nicht notwendig und verhältnismäßig auch viel zu teuer. Bereits eine Haustür aus der WK3 schlägt mit durchschnittlich 1.500 bis 2.000 Euro zu Buche, dafür ist aber auch der Schutz vor Einbrechern bereits auf einem sehr hohen Niveau.

Wer nicht gerade ein Haus baut oder eine neue Tür kaufen möchte, kann aber auch mit speziellen Nachrüstsätzen die Sicherheit der eigenen Haustür verbessern. Oftmals ist schon der Wechsel des Schlosses eine hervorragende Möglichkeit, um Einbrecher besser abzuwehren. Moderne Sicherheitsschlösser sind mehrfach gegen Aufbohren gesichert und bieten einen deutlich besseren Schutz. Auch der zusätzliche Einsatz eines Kettenschlosses, das ein komplettes Öffnen der Tür von außen verhindert, verbessert den Schutz vor Einbrechern und ist vergleichsweise günstig. Verbesserter Schutz gegen das Aufhebeln von Türen lässt sich zum Beispiel durch das Anbringen von neuen Metallbeschlägen erreichen. Die Nachrüstungssätze sind im Vergleich zu einer neuen Tür natürlich viel günstiger und auch mit wenigen Handgriffen befestigt und eingebaut. Bei Fragen zu diesen Sätzen hilft jeder Fachbetrieb, aber auch jede Polizeidienststelle.