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Bereits sehen, wer an der Tür steht, bevor die Tür geöffnet wird ist ungemein praktisch. Lange Zeit war das jedoch nur mit einem altmodischen Türspion möglich und selbst damit konnte nicht der gesamte Raum vor der Tür überblickt werden. Inzwischen gibt es jedoch moderne Türsprechanlagen, die auch über eine Videofunktion verfügen. Dadurch lässt sich sehr leicht erkennen, wer vor der Tür steht und durch die integrierte Sprechfunktion lässt sich bei unbekannten Personen sogar herausfinden, warum sie an der Tür klingeln.

Neben den teureren Videotürsprechanlagen gibt es auch einfachere Modelle, die lediglich über eine Sprechfunktion verfügen und keine Videoüberwachung anbieten. Bei den Geräten mit Videofunktion gibt es außerdem unterschiedliche Varianten, mit Echtzeitbildern, mit leicht verzögerten Bildern, in Farbe oder schwarzweiß, beinahe alles ist möglich. Bei den sehr hochwertigen Farbgeräten kann der Inhaber allerdings versehentlich in Konflikt mit dem Gesetz geraten, wenn die Kamera auch Bilder von der Straße zeigt. In Deutschland ist es Privatpersonen verboten, Bereiche außerhalb ihres eigenen Grundstücks mit Kameras zu überwachen.

Die Integration einer Türsprechanlage ist relativ einfach zu erledigen, die meisten Geräte gibt es auch in einer Funkvariante, für die keine Kabel verlegt werden müssen. Allerdings besteht hier das Risiko, dass die Geräte irgendwann mal leere Batterien haben und anders als bei Funkalarmanlagen bekommt man das bei einer Türsprechanlage nicht unbedingt mit, vor allem weil die Klingel meistens in die Anlage integriert ist. Wenn es nicht mehr klingelt, bemerkt auch keiner, dass die Türsprechanlage nicht funktioniert. Besser sind natürlich kabelgebundene Anlagen, auch wenn der Einbau mit mehr Aufwand verbunden ist. Solche Anlagen baut man am besten bei sowieso geplanten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten ein. Ist eine Türsprechanlage nicht sofort geplant, wird aber der Eingangstürbereich gerade saniert, lohnt es sich, schon einmal Kabel ohne weitere Funktion zu verlegen, um für eine spätere Aufrüstung gewappnet zu sein.

Die Preise für Türsprechanlagen bewegen sich in einem recht großen Preisrahmen. Einfache Geräte komplett ohne Videofunktion gibt es bereits ab 100 Euro für Einfamilienhäuser, bei mehreren Wohnungen in einem Haus muss natürlich mehr Geld aufgewendet werden. Spitzenmodelle mit Videofunktion und Nachtsicht-LEDS liegen schnell bei 600 Euro und mehr, je mehr Parteien damit ausgerüstet werden sollen, desto höher wird der Preis. Trotzdem sind Türsprechanlagen eine sinnvolle Investition, gerade wenn Staubsaugervertreter und andere Klinkenputzer direkt abgewimmelt werden können. Außerdem sinkt durch die Anlagen das Risiko von Betrugsfällen an der Haustür und gerade ältere Leute können sich durch diese Anlagen hervorragend schützen.